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Incoterms

INCOTERMS 2012

 

EXW (ex works): ab Werk

Der Verkäufer ist lediglich dazu verpflichtet, die Ware auf seinem Grundstück (Fabrik, Lager, Werk) bereitzustellen. Alle Kosten für Transport, Versicherung und Ausfuhr trägt der Käufer. Die Gefahr von Verlust und Beschädigung geht mit Bereitstellung an der vereinbarten Stelle auf den Käufer über. Der Frachtführer muss das Material selbst aufladen, denn wenn der Auftraggeber beim Einladen einen Schaden verursacht, dann haftet die Versicherung nicht. 

FCA (free carrier): frei Frachtführer

Die FCA-Klausel (Ursprünglich: FOT = free on truck) verpflichtet den Verkäufer, die Ware einem Frachtführer am benannten Ort zu übergeben und für die Ausfuhr freizumachen (Ausfuhranmeldung). Die Kosten und Gefahren des Transports trägt der Käufer von diesem Zeitpunkt an.

Liegt der benannte Ort im Werk des Verkäufers, so ist der Verkäufer auch für die Beladung des Transportmittels verantwortlich. Liegt der benannte Ort woanders, so ist der Verkäufer nicht für die Beladung des Transportmittels verantwortlich.

 FAS (free alongside ship): frei Längsseite Schiff

Die FAS-Klausel ist eine Abwandlung der FCA-Klausel. Der Verkäufer muss die Ware aber nicht einem benannten Frachtführer liefern, sondern längsseits eines bestimmten Schiffs im benannten Verschiffungshafen abstellen. Der Käufer macht die Ware zur Ausfuhr frei und trägt die Kosten und Gefahren des Transports vom Verschiffungshafen bis zum Empfangsort.

 FOB (free on board): frei an Bord

Im Handel per See- oder Binnenschiff ist der Verkäufer bei der FOB-Klausel in Erweiterung der FAS-Klausel verpflichtet, die Ware an Bord des vereinbarten Schiffs zu bringen. Ab Überschreiten der Schiffsreling gehen die Pflicht zur Kostentragung, sowie die Gefahr des Transports auf den Käufer über. Diese Klausel ist eine der gebräuchlichsten und kommt auch meist bei Preisnotierungen an Warenbörsen zur Anwendung. FOB ist eine sogenannte Einpunktklausel, da Gefahren- und Kostenübergang an der selben Stelle erfolgen, in diesem Fall ab Überschreiten der Reling.

 FOA (free on airplane): frei an Bord des Flugzeugs

Wie FOB nur in Bezug auf Flugtransport.

 CFR (cost and freight): Kosten und Fracht

Die CFR-Klausel wird bei Transport mit dem Schiff verwendet. Der Verkäufer muss nur dafür sorgen, dass die Ware in ordnungsgemäßen Zustand über die Reling auf das Schiff gelangt, d.h. die Gefahr der Beschädigung oder Zerstörung auf dem Schiff geht auf den Käufer über. Zu bezahlen hat der Verkäufer jedoch Kosten und Fracht (einschließlich Ausfuhr), die bis zur Lieferung zum Zielhafen anfallen. Die CFR-Klausel deckt sich insoweit mit der CIF-Klausel, die jedoch noch eine vom Verkäufer abzuschließende Versicherung beinhaltet. Die Versicherung deckt dabei gerade die Transportgefahr ab. Wird nicht per Schiff transportiert, kommt die CPT-Klausel in Frage.

 CIF (cost, insurance, freight): Kosten, Versicherung, Fracht

Die CIF-Klausel ist eine im Überseegeschäft häufig verwendete Transportklausel, wonach der Verkäufer für Kosten der Lieferung, Versicherung und Frachtkosten bis zum Bestimmungshafen (engl. cost, insurance, freight) aufkommt. Der Verkäufer muss im Ausfuhrland die Zollabfertigung durchführen. Durch diese Klausel wird nach deutschem Recht auch der Leistungsort bestimmt. Demnach ist der Verschiffungshafen der Leistungsort. Die Gefahr des zufälligen Untergangs geht demnach auf den Käufer über, wenn der Verkäufer die Ware auf dem Schiff abgeliefert hat (entspricht einer FOB Transaktion mit zusätzlicher Übernahme von Cost, Insurance, Freightcharges). Dies bedeutet, dass der Verkäufer für eine Beschädigung oder Vernichtung der Ware während des Transports nicht mehr verantwortlich ist. Der Käufer muss sich dann an die vom Verkäufer abgeschlossene Versicherung wenden, die jedoch nur ein Minimum an Versicherungsschutz bietet, wenn nicht der Abschluss einer weitergehenden Versicherung vereinbart wurde. Wenn der Transport nicht per Schiff erfolgt, kommt die CIP-Klausel in Betracht!

 CPT (carriage paid to ...): Frachtfrei

Frachtfrei bedeutet, dass der Verkäufer die Kosten des Haupttransports trägt. Alle übrigen Kosten (Entladekosten, Zölle, Steuern, Abgaben, Zollformalitäten) trägt der Käufer. Die Gefahr von Verlust und Beschädigung gehen mit Übergabe an den Frachtführer (bei mehreren Frachtführern mit Übergabe an den ersten) auf den Käufer über.

 CIP (carriage and insurance paid to ...): frachtfrei versichert

Diese Klausel verpflichtet den Verkäufer, die Kosten des Transports zu tragen („frachtfrei“, die weiteren Kosten z.B. auch den Zoll, trägt der Käufer - wie CPT) und eine Versicherung für den Transport abzuschließen und zu bezahlen („versichert“). Die Gefahr der Beschädigung oder des Verlusts trägt dann zwar der Käufer ab der Übergabe an den Frachtführer, der Käufer erhält jedoch im Schadensfalle Ersatz aus der Versicherung. Der Verkäufer ist ohne weitere Vereinbarung aber nur verpflichtet, eine Versicherung mit Mindestdeckung abzuschließen.

 DAF (delivered at frontier): geliefert Grenze

Mit der DAF-Klausel verpflichtet sich der Verkäufer, die Ware auf einem Transportmittel bis zur Grenze zu liefern und dem Käufer zur Verfügung zu stellen. Der Verkäufer muss jedoch die Ausfuhrzollabfertigung (AZA) erledigen, da der Käufer sie sonst nicht einführen kann.

 DES (delivered ex ship): geliefert ab Schiff

Bei der DES-Klausel ist der Verkäufer verpflichtet, die Ware per Schiff zum Zielhafen zu transportieren. Für die Entladung ist er jedoch nicht mehr zuständig. Kosten und Gefahr trägt der Käufer ab Entladung.

 DEQ (delivered ex quay): geliefert ab Kai

Bei der DEQ-Klausel muss der Verkäufer die per Schiff gelieferte Ware noch entladen (lassen) und am Kai zur Verfügung stellen. Erst dort gehen Gefahr und Kosten auf den Käufer über. Die Einfuhrzollabfertigung erfolgt auf Kosten des Importeurs (Käufers).

 DDU (delivered duty unpaid): geliefert unverzollt

Die DDU-Klausel verpflichtet den Verkäufer, die Ware für die Einfuhr freizumachen und am bestimmten Ort auf einem Transportmittel zur Verfügung zu stellen. Den Zoll muss jedoch der Käufer zahlen. Er muss auch alle Formalitäten erledigen. Die Abladung geht zu Lasten des Käufers.

 DDP (delivered duty paid): geliefert verzollt und versteuert

Die DDP-Klausel ist die bequemste für den Käufer. Der Verkäufer muss alle Kosten und Gefahren des Transports bis zum Bestimmungsort tragen, einschließlich des Zolls. Die Abladung geht zu Lasten des Käufers.